Jährlich werden in Europa über 20 Milliarden Verschlüsse für Konservengläser produziert. Davon werden rund 3,5 Milliarden Stück von Herstellern öliger und fetthaltiger Lebensmittelprodukte verwendet. Bis vor kurzem gab es dabei keine Alternative zu Verschlüssen mit einer Dichtung aus PVC.

Um das PVC geschmeidig zu machen, müssen Weichmacher beigemischt werden. Bei keinem der Stoffe aber können Gesundheitsgefahren sicher ausgeschlossen werden. Zwar hat die EU Verordnungen erlassen, die einen Übergang der Weichmacher ins Lebensmittel begrenzen. Grenzwerte gehen jedoch immer davon aus, dass nur eine bestimmte Menge eines Lebensmittels verzehrt wird. Die Praxis kann anders aussehen.

Bei öl- und fetthaltigen Lebensmitteln wurden in den letzten Jahren immer wieder starke Belastungen durch Weichmacher festgestellt. Betroffen waren z. B. Babybrei, Pesto, Pastasaucen und Thunfisch in Öl.

Weil Öle und Fette eine Migration ins Füllgut begünstigen, ist es für die betroffenen Hersteller sehr schwer, die in Europa festgesetzten Migrationsgrenzen einzuhalten. Angesichts der Mengen, die jährlich produziert werden, gehen die Hersteller ein großes Risiko ein, in Konflikt mit den Bestimmungen zu geraten.

Während Kronkorken heute fast ausschließlich PVC-frei produziert werden, findet bei den Gläserverschlüssen erst seit kurzem ein Umdenken statt. Den Anstoß gibt der deutsche Verschlusshersteller Pano mit dem weltweit ersten PVC-freien Nockendrehverschluss Pano BLUESEAL®. Dessen Dichtung besteht aus dem auf thermoplastischen Elastomeren basierenden Material Provalin®, das keinen Weichmacher benötigt, um geschmeidig zu bleiben. So lassen sich mit Pano Blueseal alle Migrationsvorschriften einfach einhalten, auch bei Kleinpackungen und ungünstigen Rahmenbedingungen.

Inzwischen setzen immer mehr Lebensmittelhersteller auf den PVC-freien Verschluss. Der deutsche Markenartikler Feinkost Dittmann ist von Anfang an dabei und hat dadurch sehr viel zu der Entwicklung des Pano BLUESEAL® beigetragen. Deutsche Biomarken wie Andechser im Bereich Joghurt, die Zwergenwiese, Bruno Fischer, Tartex und Isana nutzen den Verschluss heute ebenfalls, gefolgt von Produzenten aus Italien, Spanien, Griechenland und der Türkei.

Auch in China wurde die Bedeutung der PVC-freien BLUESEAL® Verschlüsse bereits erkannt. Lee Kum Kee, ein Spezialist für chinesische Saucen, hat als erstes chinesisches Unternehmen die Kosten für die Umstellung in Kauf genommen.

Pano unterstützt interessierte Hersteller bei der Umstellung von konventionellen Verschlüssen auf Pano BLUESEAL®. Wie herkömmliche Nockendrehverschlüsse ist auch Pano Blueseal für Heiß- und Kaltabfüllung geeignet, pasteurisations- und sterilisationsfähig, dabei mit und ohne Button lieferbar und mit allen Dampfvakuumverschließmaschinen zu verarbeiten. Ebenso ist jede gewünschte Lackierung und Bedruckung möglich. Um Pano BLUESEAL® von den früheren Verschlüssen unterscheidbar zu machen, ist die Dichtungsmasse blau eingefärbt.

Vor allem für gesundheits- und umweltbewusste Verbraucher dürfte es allerdings wichtig sein, schon von außen erkennen zu können, ob ein im Supermarktregal stehendes Produkt PVC-frei ist und frei von Weichmachern. Pano bietet den Kunden deshalb an, eine PVC-frei-Kennzeichnung am Verschluss anzubringen. Alternativ ist eine Kennzeichnung auf dem Glasetikett möglich. Entscheidend dabei ist, dass der Verbraucher sofort weiß: Hier ist er auf der sicheren Seite.

Immer mehr im Kommen: Gläserverschlüsse ohne PVC und Weichmacher

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