08.05.2013

BPA-NI Lacksysteme in der Testphase.

Im Zusammenhang mit der jahrelang sehr kontrovers geführten Diskussion über die toxikologische Wirkung von Bisphenol A (BPA) auf den Menschen, hat Frankreich jetzt politische Fakten geschaffen und verbietet die Verwendung als Lebensmittelkontaktmaterial ab 1. Januar 2015. Bisher gilt bereits wie auch in anderen EU-Ländern ein Verwendungsverbot bei Kindernahrung.

Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit sieht auf Basis ihrer letzten Stellungnahme vom 30. September 2010 keine Notwendigkeit, das derzeit gültige spezifische Migrationslimit von 0,6 mg/kg Lebensmittel (EU Verordnung 10/2011) zu ändern. Eine neue Stellungnahme ist für November 2013 angekündigt.

Auch bisher eingesetzte Lacke weit unterhalb des Migrationslimits

Pano Verschlüsse werden zur Zeit noch wie branchenüblich u.a. mit Epoxylacken lackiert, die Bisphenol A enthalten. Die hierbei eingesetzten Rohstoffe entsprechen den gesetzlichen Vorgaben. Bei Extraktionsuntersuchungen an den eingesetzten Innenlacken konnte kein Bisphenol A nachgewiesen werden. Der Gehalt liegt unterhalb der Nachweisgrenze. Die o. g. Grenzwerte werden um ein Vielfaches unterschritten.

Aufgrund der Diskussionen um BPA haben wir bereits vor mehreren Jahren in Zusammenarbeit mit unseren Lacklieferanten mit der Entwicklung BPA-NI Lacksysteme begonnen. Die bisherigen Laborversuche und Füllguttests ergaben, dass insbesondere für aggressive Füllgüter noch kein ausreichender Korrosionsschutz erzielt wird, der eine Bestätigung über ein Mindesthaltbarkeitsdatum von 3 Jahren erlaubt.

Damit wir unseren Kunden auch zukünftig Verschlüsse für den französischen Markt zur Verfügung stellen können, sind weitere Tests erforderlich. Wir gehen davon aus, fristgerecht Lösungen zu finden, die eine ausreichende Packungs- und Lebensmittelsicherheit bieten.

Erste BPA-NI Musterverschlüsse ab Juni 2013

Um kunden- und füllgut-spezifische Beständigkeiten untersuchen zu können, kann Pano allen Kunden ab Juni 2013 Musterverschlüsse mit BPA-NI Innenlackierung für eigene Packtests zur Verfügung stellen. Die Lackumstellung ist mit Mehrkosten verbunden. Sprechen Sie uns bei Interesse an der Lieferung von Musterverschlüssen bitte an. Pano berät Sie gern auch bei Fragen rund um die Testdurchführung.


08.05.2013

BLUESEAL - auch klein ganz groß!

Pano hat den PVC-freien Nockendrehverschluss BLUESEAL® um die Durchmesser 38 und 48 mm erweitert. Damit vergrößert sich das Spektrum der Einsatzmöglichkeiten des BLUESEAL® erheblich. Auch Flaschen für Würzsoßen wie Steaksaucen oder Ketchup, kleine Gläser mit Feinkost wie z. B. Kapern und viele Getränke-Glasflaschen können somit jetzt umweltfreundlich verschlossen werden. Der Molkereiwirtschaft bietet Pano speziell mit der Verschlussgröße 48 mm eine Alternative zum Verschließen von Milch-Mehrwegflaschen. Mehrere namhafte Molkereien nutzen den Pano BLUESEAL® bereits für Jogurts im 500g-Mehrwegglas.

Nachdem Pano weitere Produktionslinien im neuen Werk in Itzehoe eingerichtet hat, verfügt das Unternehmen jetzt über eine Kapazität von rund 300 Mio. BLUESEAL® Verschlüssen pro Jahr. Der Absatz konnte weltweit ausgebaut werden. In China, Südeuropa und selbst in Südamerika stößt der BLUESEAL® auf positive Resonanz.

Zu den BLUESEAL® Kunden zählen bereits neben dem Spezialisten Lee Kum Kee mit chinesischen Saucen und Vanelli mit Anchovis in Gläsern auch mehrere italienische und deutsche Hersteller von Pesto und Nudelsoßen.

Weil die Verschlussdichtung des BLUESEAL® kein PVC und keine Weichmacher enthält, ist eine Schadstoff-Migration ins Füllgut ausgeschlossen. Vorteile sind darüber hinaus: keine Umweltbelastung durch Emissionen, ein geringerer Energieverbrauch bei der Verschlussproduktion und ein problemloses Recycling.

Der BLUESEAL® steht zur Zeit in den Größen 38, 48, 53, 58, 63, 66 und 70 mm zur Verfügung. Im zweiten Halbjahr 2013 soll die Größe 77 mm folgen. Anfang 2014 werden erstmals BLUESEAL® Verschlüsse mit dem Durchmesser 82 mm lieferbar sein. Der Pano BLUESEAL® Verschluss kann mit den üblichen vorhandenen Gläserverschließmaschinen verschlossen werden, es sind keine Investitionen in neue Anlagen erforderlich. Die Pano Techniker unterstützen Sie gerne bei Versuchen.


09.10.2012

Immer mehr im Kommen: Gläserverschlüsse ohne PVC und Weichmacher

Jährlich werden in Europa über 20 Milliarden Verschlüsse für Konservengläser produziert. Davon werden rund 3,5 Milliarden Stück von Herstellern öliger und fetthaltiger Lebensmittelprodukte verwendet. Bis vor kurzem gab es dabei keine Alternative zu Verschlüssen mit einer Dichtung aus PVC.

Um das PVC geschmeidig zu machen, müssen Weichmacher beigemischt werden. Bei keinem der Stoffe aber können Gesundheitsgefahren sicher ausgeschlossen werden. Zwar hat die EU Verordnungen erlassen, die einen Übergang der Weichmacher ins Lebensmittel begrenzen. Grenzwerte gehen jedoch immer davon aus, dass nur eine bestimmte Menge eines Lebensmittels verzehrt wird. Die Praxis kann anders aussehen.

Bei öl- und fetthaltigen Lebensmitteln wurden in den letzten Jahren immer wieder starke Belastungen durch Weichmacher festgestellt. Betroffen waren z. B. Babybrei, Pesto, Pastasaucen und Thunfisch in Öl.

Weil Öle und Fette eine Migration ins Füllgut begünstigen, ist es für die betroffenen Hersteller sehr schwer, die in Europa festgesetzten Migrationsgrenzen einzuhalten. Angesichts der Mengen, die jährlich produziert werden, gehen die Hersteller ein großes Risiko ein, in Konflikt mit den Bestimmungen zu geraten.

Während Kronkorken heute fast ausschließlich PVC-frei produziert werden, findet bei den Gläserverschlüssen erst seit kurzem ein Umdenken statt. Den Anstoß gibt der deutsche Verschlusshersteller Pano mit dem weltweit ersten PVC-freien Nockendrehverschluss Pano Blueseal. Dessen Dichtung besteht aus dem auf thermoplastischen Elastomeren basierenden Material Provalin®, das keinen Weichmacher benötigt, um geschmeidig zu bleiben. So lassen sich mit Pano Blueseal® alle Migrationsvorschriften einfach einhalten, auch bei Kleinpackungen und ungünstigen Rahmenbedingungen.

Inzwischen setzen immer mehr Lebensmittelhersteller auf den PVC-freien Verschluss. Der deutsche Markenartikler Feinkost Dittmann ist von Anfang an dabei und hat dadurch sehr viel zu der Entwicklung des Pano Blueseal® beigetragen. Deutsche Biomarken wie Andechser im Bereich Joghurt, die Zwergenwiese, Bruno Fischer, Tartex und Isana nutzen den Verschluss heute ebenfalls, gefolgt von Produzenten aus Italien, Spanien, Griechenland und der Türkei.

Auch in China wurde die Bedeutung der PVC-freien Blueseal® Verschlüsse bereits erkannt. Lee Kum Kee, ein Spezialist für chinesische Saucen, hat als erstes chinesisches Unternehmen die Kosten für die Umstellung in Kauf genommen.

Pano unterstützt interessierte Hersteller bei der Umstellung von konventionellen Verschlüssen auf Pano Blueseal®. Wie herkömmliche Nockendrehverschlüsse ist auch Pano Blueseal® für Heiß- und Kaltabfüllung geeignet, pasteurisations- und sterilisationsfähig, dabei mit und ohne Button lieferbar und mit allen Dampfvakuumverschließmaschinen zu verarbeiten. Ebenso ist jede gewünschte Lackierung und Bedruckung möglich. Um Pano Blueseal® von den früheren Verschlüssen unterscheidbar zu machen, ist die Dichtungsmasse blau eingefärbt.

Vor allem für gesundheits- und umweltbewusste Verbraucher dürfte es allerdings wichtig sein, schon von außen erkennen zu können, ob ein im Supermarktregal stehendes Produkt PVC-frei ist und frei von Weichmachern. Pano bietet den Kunden deshalb an, eine PVC-frei-Kennzeichnung am Verschluss anzubringen. Alternativ ist eine Kennzeichnung auf dem Glasetikett möglich. Entscheidend dabei ist, dass der Verbraucher sofort weiß: Hier ist er auf der sicheren Seite.


25.04.2012

Pano BLUESEAL

Sie sind herzlich eingeladen, uns auf der PLMA Fachmesse „Welt der Handelsmarken“ in Amsterdam zu besuchen. Wir würden uns freuen, Sie auf dem gemeinsamen Stand von Actega und Pano begrüßen zu dürfen:

PLMA „Welt der Handelsmarken“, Food Section RAI Holland Complex, Stand 9418

Pano ist mit einer Innovation dabei, die sich in großen Schritten in der Lebensmittelindustrie durchsetzt. Mit dem Nockendrehverschluss BLUESEAL® und seiner PVC-freien Dichtungsmasse PROVALIN® ist uns und unserem Entwicklungspartner

Actega ein Meilenstein für eine PVC-freie Zukunft gelungen.

Mit BLUESEAL® entspricht die Verpackung den strengen Anforderungen der aktuellen EU- und FDA-Regeln. Zeit zum Umsteigen auf den Verschluss ohne PVC, ohne Weichmacher und ohne Migrationsprobleme.

Auf der PLMA heißt es: No PVC. Just BLUESEAL®. Erleben Sie ihn selbst.